Übungen

11.08.2018 TUIS Tag bei Wacker

Einen nicht alltäglichen Übungstag absolvierten die Teilnehmer aus dem Abschnitt Braunau am TUIS Tag 2018 bei der Wacker Chemie AG.

TUIS – das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem bietet öffentlichen Feuerwehren Unterstützung bei Transport- und Betriebsunfällen mit chemischen Stoffen.

Zusätzlich zur Hilfe bei Einsätzen wird von der Werkfeuerwehr der Wacker Chemie AG jährlich eine Ausbildung für freiwillige Feuerwehren angeboten.

 

Am Samstag 11.08. frühmorgens machten sich 26 Übungsteilnehmer aus den Feuerwehren Mitternberg, Neukirchen, Ranshofen und St. Peter am Hart gemeinsam mit AFK Treiblmaier und den OAWs Schrottshamer und Schwarz auf den Weg nach Burghausen zum TUIS Tag 2018.

 

Wann wird aus einem gefährlichen Stoff ein Gefahrgut?

Wie wird Gefahrgut gekennzeichnet?

Auf diese und weitere Fragen ging Ausbilder Heiko Schedlbauer zu Beginn des Ausbildungstages ein und stellte anschließend das Wacker Werk Burghausen sowie die Werkfeuerwehr vor.

Nach den Einführungen wurde gleich das erste Übungsszenario angefahren.

 

Das Einsatzstichwort dazu war: "Geruchsbelästigung am LKW Abstellplatz". Die Einheit aus dem Abschnitt Braunau fuhr den Übungsort in erweiterter Zugstärke (KDOF, 2 LF, TLF, OEF) an

und begann mit den Erstmaßnahmen für technische Einsätze mit gefährlichen Stoffen.

Um den Übungserfolg für die weiteren Teilnehmer des TUIS Tages nicht zu schmälern wird auf detaillierte Ausführungen zum Ablauf der Übungen verzichtet.

Am Nachmittag standen 2 weitere Szenarien auf dem Programm. Während beim ersten Szenario ein technischer Notfall in einem Betrieb simuliert wurde, kümmerten sich die Teilnehmer beim zweiten Nachmittagsszenario um gefährliche Stoffe die bei einem Verkehrsunfall freigesetzt wurden.

Bei den abschließenden Nachbesprechungen zu den einzelnen Szenarien wurden die gesetzten Maßnahmen mit allen Übungsteilnehmern besprochen und Alternativen diskutiert.

Wie bei den bereits absolvierten Ausbildungen dieser Art konnten von den Teilnehmern wieder sehr viele Eindrücke und Erfahrungen mitgenommen werden.

 

Erfahrungen, die bei einem realen Gefahrguteinsatz im Alltag von unschätzbarem Wert sein können.

 

Durch die perfekt vorbereiteten Szenarien wurden die notwendigen Erstmaßnahmen der ersteintreffenden Feuerwehr ebenso geübt, wie das Abarbeiten der Aufgaben mittels Spezialausrüstung.

Die Ausbildungsteilnehmer konnten erkennen, welche Tätigkeiten bereits mit der Standardausrüstung unserer LFs und TLFs möglich sind.

Dies und der allgemeine Umgang mit Gefahrstoffen im Einsatzfall war Ziel des Ausbildungstages.

 

Abschließend waren sich alle Beteiligten einig, eine tollen und lehrreichen Ausbildungstag erlebt zu haben,

Herzlichen Dank der Wacker Chemie AG sowie deren Werkfeuerwehr mit den Ausbildern für diese einmalige Möglichkeit der praxisnahen Ausbildung!

 

 

19.05.2018 - Strahlenschutzübung in Aurolzmünster

Am 19.05.2018 wurde die Feuerwehr Ranshofen zu einer groß angelegten Übung nach Aurolzmünster, Bezirk Ried eingeladen.

 

Übungsannahme war der Austritt einer offenen Strahlenquelle in einem Entsorgungsbetrieb. Der fix installierte Portalmonitor schlug Alarm, daraufhin verständigte der Betriebsleiter die zuständige Feuerwehr Aurolzmünster.

 

Da die vorgefundene Lage einen umfangreichen Strahlenschutzeinsatz erwarten ließ und die ersteintreffenden Kräfte mit Arbeit ausgelastet waren, wurden die Stützpunkte aus Ranshofen, Münzkirchen und Haag am Hausruck, die Polizei und das Rote Kreuz sowie das Atemschutzfahrzeug aus Ried im Innkreis um 07:30 Uhr nachalarmiert.

 

Die Aufgabe der Feuerwehren bestand darin, kontaminierte Mitarbeiter des Unternehmens sowie die Einsatzkräfte freizumessen und zu dekontaminieren. Mit speziellen Strahlenquellen wurde die Verunreinigung simuliert. Letztlich konnte gegen 11:00 Uhr die Übung erfolgreich beendet werden.

 

Im Übungseinsatz standen rund 70 Mann mit 12 Fahrzeugen.

 

Pflichtbereichsübung Haselbach - 06.04.2018

Am 06.04.2018 richtete die Feuerwehr Haselbach die diesjährige Pflichtbereichsübung mit 4 weiteren Feuerwehren (Aching, Braunau, Ranshofen, AMAG), dem Roten Kreuz und der Bundespolizei Braunau aus. Nach monatelanger Vorbereitung mit der ÖBB gelang es uns eine realitätsnahe Übung zu gestalten.

 

Die Übungsannahme war eine Kollision eines Triebwagens mit 3 PKW auf dem Bahnübergang Dietfurter Straße in Braunau, welcher im Einsatzgebiet der Feuerwehr Haselbach liegt. In den verunfallten Fahrzeugen saßen 2 Erwachsene (schwer verletzt) und 4 Kinder (leicht verletzt), die zuvor von 3 Sanitäterinnen aus Braunau, Mattighofen und Altheim entsprechend geschminkt wurden. In einem weiteren Auto saß eine Puppe (Todesopfer), in dem Triebwagen saßen 2 Erwachsene mit 8 Kindern, die ebenfalls Verletzungen aufgeschminkt bekamen. Vor großen Herausforderungen stellte die eingesetzte Mannschaft, die Versorgung der eingeklemmten und schwerverletzten Personen in den verkeilten Pkws.



Die weitere Annahme war, dass durch den Aufprall ein Fahrzeug in Brand geraten ist und der Rauch durch die Lüftung des Triebwagens in den Innenraum des Zuges eindrang. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Haselbach rettete die Gruppe aus dem stark verrauchten Triebwagen.



Das Rote Kreuz baute einen Platz für die Erstversorgung auf und half die Schwerverletzten aus den PKW´s zu retten.



Die Zusammenarbeit der verschiedenen Blaulicht-Organisationen funktionierte ausgezeichnet. Dies würde auch in der Abschlussbesprechung durch alle Verantwortlichen ausdrücklich hervorgehoben. Ein großer Dank an alle Darsteller, Einsatzkräfte und an die ÖBB, die diese hervorragende Übung zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten machte. Alle „Kinder-Unfallopfer“ wurden von der Jugendgruppe der FF Haselbach gestellt, welche mit vollem Eifer und Disziplin dabei waren.