Übungen

19.05.2018 - Strahlenschutzübung in Aurolzmünster

Am 19.05.2018 wurde die Feuerwehr Ranshofen zu einer groß angelegten Übung nach Aurolzmünster, Bezirk Ried eingeladen.

 

Übungsannahme war der Austritt einer offenen Strahlenquelle in einem Entsorgungsbetrieb. Der fix installierte Portalmonitor schlug Alarm, daraufhin verständigte der Betriebsleiter die zuständige Feuerwehr Aurolzmünster.

 

Da die vorgefundene Lage einen umfangreichen Strahlenschutzeinsatz erwarten ließ und die ersteintreffenden Kräfte mit Arbeit ausgelastet waren, wurden die Stützpunkte aus Ranshofen, Münzkirchen und Haag am Hausruck, die Polizei und das Rote Kreuz sowie das Atemschutzfahrzeug aus Ried im Innkreis um 07:30 Uhr nachalarmiert.

 

Die Aufgabe der Feuerwehren bestand darin, kontaminierte Mitarbeiter des Unternehmens sowie die Einsatzkräfte freizumessen und zu dekontaminieren. Mit speziellen Strahlenquellen wurde die Verunreinigung simuliert. Letztlich konnte gegen 11:00 Uhr die Übung erfolgreich beendet werden.

 

Im Übungseinsatz standen rund 70 Mann mit 12 Fahrzeugen.

 

Pflichtbereichsübung Haselbach - 06.04.2018

Am 06.04.2018 richtete die Feuerwehr Haselbach die diesjährige Pflichtbereichsübung mit 4 weiteren Feuerwehren (Aching, Braunau, Ranshofen, AMAG), dem Roten Kreuz und der Bundespolizei Braunau aus. Nach monatelanger Vorbereitung mit der ÖBB gelang es uns eine realitätsnahe Übung zu gestalten.

 

Die Übungsannahme war eine Kollision eines Triebwagens mit 3 PKW auf dem Bahnübergang Dietfurter Straße in Braunau, welcher im Einsatzgebiet der Feuerwehr Haselbach liegt. In den verunfallten Fahrzeugen saßen 2 Erwachsene (schwer verletzt) und 4 Kinder (leicht verletzt), die zuvor von 3 Sanitäterinnen aus Braunau, Mattighofen und Altheim entsprechend geschminkt wurden. In einem weiteren Auto saß eine Puppe (Todesopfer), in dem Triebwagen saßen 2 Erwachsene mit 8 Kindern, die ebenfalls Verletzungen aufgeschminkt bekamen. Vor großen Herausforderungen stellte die eingesetzte Mannschaft, die Versorgung der eingeklemmten und schwerverletzten Personen in den verkeilten Pkws.



Die weitere Annahme war, dass durch den Aufprall ein Fahrzeug in Brand geraten ist und der Rauch durch die Lüftung des Triebwagens in den Innenraum des Zuges eindrang. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Haselbach rettete die Gruppe aus dem stark verrauchten Triebwagen.



Das Rote Kreuz baute einen Platz für die Erstversorgung auf und half die Schwerverletzten aus den PKW´s zu retten.



Die Zusammenarbeit der verschiedenen Blaulicht-Organisationen funktionierte ausgezeichnet. Dies würde auch in der Abschlussbesprechung durch alle Verantwortlichen ausdrücklich hervorgehoben. Ein großer Dank an alle Darsteller, Einsatzkräfte und an die ÖBB, die diese hervorragende Übung zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten machte. Alle „Kinder-Unfallopfer“ wurden von der Jugendgruppe der FF Haselbach gestellt, welche mit vollem Eifer und Disziplin dabei waren. 

 

Feuerwehr Braunau übt den „Black-Out“ – Ernstfall

Ohne Strom steht das eben still.


Keine Heizung, keine Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs, keine Kassen, keine Geldautomaten, Staus auf Straßen, keine Tankstellen, fast keine nutzbare Infrastruktur. Zusätzlich Totalausfall der Kommunikation (Internet, Telefone, etc.).
Das und noch vieles mehr erwartet uns bei einem großflächigen Stromausfall über einen längeren Zeitraum, auch „Black-Out“ genannt.

Doch was bedeutet das für Einsatzkräfte der Feuerwehr?


Um weiterhin den Schutz für die Bevölkerung aufrecht zu erhalten, bedarf es einer gesicherten Notstromversorgung, Personal, verschiedenste Ressourcen zur Versorgung der Einsatzkräfte, Treibstoffe für Aggregate und Fahrzeuge, sowie einen sorgfältig ausgearbeiteten Notfallplan.

 

Das Feuerwehrhaus Stadt der Feuerwehr Braunau verfügt über ein 60 kVA-Notstromaggregat zur Einspeisung elektrischer Energie für die Feuerwehr, sowie für die Bundespolizei.

 

Die erste große Herausforderung unmittelbar nach dem Stromausfall sind möglicherweise eingeschlossene Personen in Aufzug-Anlagen.


Da die Notrufsysteme der Lifte in einem solchen Fall nicht funktionieren, müssen alle ca. 250 Anlagen im Braunauer Stadtgebiet von der Feuerwehr kontrolliert werden.

 

Durch ausgefallene Ampel-Anlagen, sowie Straßenbeleuchtungen besteht erhöhte Gefahr von Verkehrsunfällen.
Kerzen werden möglicherweise als Lichtquelle verwendet und können bei Unachtsamkeit Brände auslösen.
Je nach Jahreszeit und Witterung werden auch Wärmequellen zum Kochen und Heizen benötigt, welche unter Umständen (unzureichende Belüftung/Verwendung im Innenbereich) zu CO-Vergiftungen und in weiterer Folge zum Tod führen.

 

Aus diesen Gründen übte die Feuerwehr Braunau gemeinsam mit einer Abordnung des Roten Kreuzes von Freitag, den 10.11.2017 am Abend bis Sonntag, den 12.11.2017 am Vormittag verschiedene mögliche Szenarien.

Das Feuerwehrhaus wurde vom Stromnetz getrennt und über das installierte Aggregat versorgt.


Mitglieder übernachteten in den Räumlichkeiten der Feuerwehr und stellten eine dauerhafte Einsatzbereitschaft.

 

Als Einsatzszenarien wurden die Anfangs erwähnten Liftkontrollen, diverse Personenrettungen, Verkehrsunfälle, Brände und Brandmeldealarme angenommen.

 

Die folgenden Übungs-Einsätze wurden durch die Mannschaft abgearbeitet:

– Kontrolle von ca. 250 Lift-Anlagen
– 4 Brandmeldealarme
– 1 KFZ-Brand
– 1 Brand Wohnhaus
– 3 Brandverdachte
– 3 Personenrettungen
– 1 technischer Einsatz klein (Baum über Straße)
– 1 Schadstoffeinsatz
– 1 Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

Insgesamt wurde bei den oben angegebenen Übungs-Einsätzen 35 Personen gerettet.